Siem Reap und die Tempelanlagen von Angkor

Schön gelegen an einem Fluss breitet sich Siem Reap gen die Tempelanlagen von Angkor aus. Sie ist das Tor zu über 100 Tempeln in der Region Angkor und definitiv eine Touristenstadt.

 Siem Reap

Im Zentrum hat es eine Pubstreet mit Rooftopbars, billigen Massagesalons und internationalen Ketten wie KFC und einem Hardrock Café. Wieso Touristen ein fünffaches des Preises beim Hardrock Café zahlen, anstatt in ein „normales“ westliches Restaurant zu gehen, bleibt mir unverständlich. Wie auch der weit verbreitete Sextourismus, obwohl ein Drittel der Prostituierten und Stricher mit HIV infiziert ist. Dies hält viele Männer – erstaunlich viele junge – aber nicht ab. Speziell an Silvester sind uns die zahlreichen hübschen weiblichen Begleitung betrunkener Touristen aufgefallen.

Im Stadtzentrum und den angrenzenden Vierteln stehen unzählige kleine Hotels – schäbig bis luxuriös. Ein paar der zwei Millionen Touristen (+17,5%/Jahr), die Angkor jedes Jahr besuchen, müssen ja irgendwo unterkommen.

Die riesigen Hotelkomplexe für die asiatischen Reisegruppen befinden sich ausserhalb des Zentrums in der Nähe zum Eingang der Parkanlage von Angkor. Morgens und Abends karren monströse Luxusbusse die Touristen hin und her, ohne dass diese etwas von Siem Reap selbst mitbekommen. Man kommt ja nicht wegen Siem Reap, sondern wegen Angkor Wat, Angkor Thom und Ta Prohm (Tomb Raider Tempel).

Die Preise haben sich dem Tourismus angepasst und sind entsprechend hoch. Das Essen in Restaurants und Produkte aus dem Supermarkt kosten mehr als in Vietnam und in Thailand. Viele Güter werden aus den umliegenden Ländern importiert und so trafen wir oft auf Produkte, die wir aus Thailand oder Vietnam kannten.

Angkor

Zwei Millionen Touristen besuchen jährlich die grösste religiöse Struktur der Welt – die Tempelanlangen von Angkor. Die Touristenmasse war wie erwartet gigantisch, wir empfanden sie aber weniger schlimm als erwartet. Die Weitläufigkeit der Tempel verteilt die Besucher. An den Randstunden und in weniger bekannten Tempeln wie Angkor Wat fallen zudem die Gruppen weg, die meistens nur für einen Tag nach Angkor kommen. Da reicht die Zeit nur für die Top 3 – Angkor Wat, Angkor Thom und Ta Prohm. Diese sind dann aber wirklich überlaufen und mancherorts entstehen Warteschlangen.

Wir kauften uns ein Ticket für 3 Tage (60 Dollar, innerhalb einer Woche), hatten aber nach zwei Tagen genug von den Tempeln. Zu viele Eindrücke lappten übereinander. Das Indiana Jones-Feeling zwischen den verwunschenen Anlagen verpuffte irgendwann und die Vegetation wurde plötzlich spannender als die alten Bauten. Und ja, die anderen Besucher gehen irgendwann auch auf den Geist.

Die vielen Besucher resp. ihr respektloses Verhalten haben starke Auswirkungen auf die Substanz der Tempel. Zwei Artikel zum Thema auf Spiegel und nochmals Spiegel.

Eine gute Übersicht zu den verschiedenen Anlagen gibt’s auf Wikipedia in Englisch.

Rumkommen

Die Tempelanlangen sind riesig, aber die Fläche, auf der sie sich verteilen, ist noch viel grösser. Um von Tempel zu Tempel zu gelangen, nimmst du am besten ein Fahrrad, ein Tuk-Tuk oder einen Elektroroller.

  • Ein Fahrrad zu mieten ist die günstigste Variante, in Angkor rumzukommen. Viele Hotels und andere Anbieter vermieten sie in unterschiedlichen Zuständen und Preisklassen. Je nach Wetter kann eine Fahrradtour aber eine sehr anstrengende Angelegenheit werden und die Distanzen innerhalb des Parks sind sehr gross.
  • Das Tuk-Tuk fährt entweder die kleine Runde mit den Top 3 Tempeln (10-15$) oder die grosse Runde mit weiteren Tempeln (20-25$). Für Sunset-/Sunrise-Touren zahlst du einen Aufpreis. Praktisch daran ist, dass du quer durch die rechteckigen Tempelanlagen laufen und am anderen Ende wieder ins Tuk-Tuk einsteigen kannst. Wenn du unabhängiger zwischen den Anlagen gondeln willst, kannst du entweder mit dem Fahrer verhandeln oder nimmst dir einen Elektroroller.
  • In Siem Reap ist es verboten, Motorräder an Touristen zu vermieten. Das liegt an irgendwelchen Regelungen aus den 90er. Du kannst also entweder eins kaufen oder auf die elektrische Variante umsteigen. Die ist nämlich von der Restriktion ausgenommen. Ein Elektroroller (10 Dollar/24h) ist ideal für Einzelpersonen oder für eine grosse Tour zu mehreren Tempelanlagen. Wenn man lediglich Angkor Wat, Ta Prohm und Angkor Thom besichtigen möchte, ist eine Tuk-Tuk-Fahrt (10-15 Dollar) günstiger und komfortabler. Max. Geschwindigkeit ist 30 km/h, empfohlen sind aber 20, da die Batterie so für 40-50 Kilometer reicht. Das genügt für die grosse Tour. Es gibt aber ein paar Aufladestationen bei Restaurants, wo du „gratis“ tanken kannst. 1 Stunde = zusätzliche 5 Kilometer.

Und wie liesse sich ein so magischer Ort am besten beschreiben? Genau mit Bildern:

Die Fotos zu Angkor Wat

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