Roadtrip Australien: 101 Tipps

In diesem Artikel möchten wir unsere Erfahrungen aus unserem fünf Monate langen Roadtrip in Australien mit dir teilen. Obwohl wir bereits einmal eine ähnliche Reise in Neuseeland unternommen hatten, war unsere Lernkurve sehr steil. Jedes Land hat seine eigenen Besonderheiten, die du bei einem Roadtrip beachten musst. In Australien ist dies nicht anders.

Diese Liste setzt sich mit den wichtigsten Punkten auseinander, die dir früher oder später bei einem Roadtrip in Australien begegnen werden.

Wir beschränken uns im Text auf Campervans, weil es unserer Meinung nach das beste Fahrzeug für einen Roadtrip in Australien ist. Natürlich kannst du alle Tipps auch anwenden, wenn du ein anderes Fahrzeug hast.

Inhaltsverzeichnis Roadtrip Australien: 101 Tipps

Roadtrip Australien: Mieten / Kaufen eines Campervans

(Zu diesem Thema veröffentlichten wir einen ausführlichen Artikel: „Campervan kaufen oder mieten“. Dort findest du weitere Informationen und Ausführungen.)

Titelbild-Campervan-Australien-Neuseeland

  1. Kriterien für den Kauf eines Campervans

Die grosse Frage bei der Planung für deinen Roadtrip in Australien: Soll ich einen Campervan kaufen oder mieten? Hier sind einige Kriterien, die du beim Entscheid bedenken solltest:

  • Reisedauer
  • Reiseroute
  • Reisekilometer
  • Reisebudget
  • Reisegefährt/Fahrzeuggrösse
  • Organisation
  • Dein Alter
  • Anzahl Fahrer
  1. Wo du in Australien einen Campervan kaufen kannst

Hast du dich für einen Kauf entschieden, findest du hier Inserate und Angebote:

  • Backpacker Hostels
  • Backpacker Car Markets
  • Occasionsmarkt
  • Occasionen von Verleihern
  • Facebook Gruppen
  1. Wo du in Australien einen Campervan mieten kannst

Dies sind einige der bekanntesten Mietwagenunternehmen in Australien:

  • Budget
  • Hertz
  • Europcar
  • Wicked
  • Jucy
  • Awesome Campers
  • Appollo
  • Tavlor
  • Maui
  • Spaceship
  • Kea
  • Britz
  • Hippie Camper
  1. Formalitäten beim Kauf/Verkauf eines Campervans in Australien

Den Übertrag der Eigentümerschaft musst du innerhalb von 14 Tagen beim Transport Department des Staates machen, wo der Campervan registriert ist. Dafür gibt es ein Formular, das du (falls nicht mehr vom letzten Übertrag vorhanden) ausdrucken und von beiden Parteien (Käufer und Verkäufer) unterschrieben lassen musst.

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Roadtrip Australien: Versicherungen (bei eigenem Campervan)

  1. Privathaftpflichtversicherung für Personenschaden (Compulsory Third Party Insurance)

In Australien ist eine Privathaftpflicht für Personenschäden (Compulsory Third Party Insurance) meist schon in der Registrierung des Fahrzeugs miteingeschlossen (überprüfe dies beim Department of Transport des jeweiligen Staates). Diese Versicherung ist Pflicht („compulsory“).

  1. Privathaftpflichtversicherung für Sachschaden (Third Party Property Damage Car Insurance)

Die Privathaftpflichtversicherung für durch das Fahrzeug verursachten Sachschaden (Third Party Property Damage Car Insurance) ist nicht in der Fahrzeug-Registrierung eingeschlossen und ist nicht Pflicht. Je nachdem hast du eine Versicherung in deinem Heimatland abgeschlossen, die solche Schäden deckt (überprüfe deine Policen und das Kleingedruckte). Falls du noch nicht versichert bist, findest du hier Anbieter in Australien: www.findaninsurer.com.au.

Das Schwierige ist, eine Versicherungsgesellschaft zu finden, die Ausländer ohne Wohnsitz in Australien versichert. Bis Anfang 2015 gab es eine spezielle Backpacker-Autoversicherung (www.travellerscarinsurance.com.au). Leider konnten sie zum Zeitpunkt unserer Reise keine Versicherungen anbieten; dies kann sich aber wieder ändern. Wir wurden schliesslich bei NRMA (www.nrma.com.au) fündig.

  1. Pannendienst (Road Assistance)

Hast du manchmal das Bild vor Augen, wie du mitten im Outback in der prallen Sonne neben deinem qualmenden Campervan stehst? Eine Mitgliedschaft bei einem Pannendienst-Service / Road Assistance lässt dich ruhiger schlafen (und fahren). Achte darauf, dass du landesweite Deckung hast und wie gross der Abschlepp-Radius ist. Australien ist ein grosses Land und du wirst wahrscheinlich durch Gebiete fahren, wo du mehr als 100km abgeschleppt werden müsstest. Ausschlaggebend für die Wahl des Anbieters ist der Staat, indem dein Campervan registriert ist. Einen guten Ruf haben die Royal Automobile Clubs der einzelnen Staaten, z.B. RACT (Royal Automobile Club Tasmania, www.ract.com.au).

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Roadtrip Australien: Fahrzeug und Unterhalt

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Roadtrip Australien: Unser Campervan Mitsy im Outback

  1. Reichweite des Tanks

Wie weit kannst du mit deinem Campervan fahren, bis der Tank leer ist? Mach eine Test-fahrt und nimm einen vollen Ersatzkanister (siehe Nr. 10) mit. Schreib dir die Kilometerzahl auf, wenn das Tankzeichen zum ersten Mal aufblinkt, und wenn der Tank komplett leer ist. Eine solche Testfahrt unternimmst du am besten auf dem Land oder auf einer Strasse, wo du sicher zur Seite fahren kannst, sobald deinem Campervan der Saft ausgeht.

  1. Kraftstoffverbrauch

Wie viele Liter benötigt dein Campervan durchschnittlich für 100 Kilometer? Schreib dir bei jedem Tanken die Kilometerzahl auf. Nach einer Weile kannst anhand verschiedener Strecken (Stadt, Autobahn, Berge etc.) beurteilen, wie viele Liter du benötigen wirst. Speziell in Gebieten mit grossen Distanzen zwischen Tankstellen kann dieses Wissen von Vorteil sein.

  1. Ersatzkanister kaufen

Bei einer Fahrt durchs Outback kannst du dir Geld und Nerven sparen, wenn du einen Ersatzkanister mit Benzin oder Diesel dabei hast. Wir kauften einen 20l-Kanister und kamen damit gut zurecht. Falls dein Fahrzeug einen Dachträger hat, kannst du auch mehrere Kanister kaufen. (siehe “Tanken in Australien”, 49-54)

  1. Öl-Kanister kaufen

Wir hatten immer Motoröl dabei. Bei älteren Fahrzeugen und solch langen Fahrstrecken, wie du sie bei einem Roadtrip in Australien zurücklegen musst, ist das sinnvoll. Das gängigste Motoröl findest du günstig in Supermärkten. Teures, hochwertiges Öl kannst du in Tankstellen oder beim Mechaniker kaufen.

  1. Handbuch lesen

Dein Fahrzeug sollte mit einem Handbuch ausgestatten sein, oder du findest vielleicht eines online. Darin ist z.B. festgehalten, welches Motoröl empfohlen wird, wie hoch der Reifendruck sein soll und wie du das alles prüfst.

  1. Ölverbrauch überprüfen

Prüfe den Ölstand deines Campervans regelmässig! Wir machten es uns zur Gewohnheit, den Ölstand jeden Morgen vor der Abfahrt (bei kaltem Motor) zu prüfen. Der Vorbesitzer oder ein Automechaniker zeigt dir sicher gerne, wie das geht, solltest du es nicht wissen und aus dem Handbuch des Fahrzeugs nicht schlau werden.

  1. Kühlwasserstand überprüfen

Dasselbe gilt für das Kühlwasser. Regelmässiges Prüfen und Nachfüllen verringert die Gefahr, dass dein Campervan überhitzt.

  1. Reifendruck regelmässig messen

Bei fast jeder Tankstelle kannst du den Reifendruck messen – und du solltest dies auch regelmässig (mind. einmal im Monat) machen.

  1. Werkzeugset

Einige Werkzeuge (Schraubenzieher, Hammer, Wagenheber, etc.) im Auto mitzuführen ist sinnvoll und spart dir je nach dem den Abschleppdienst oder die Fahrt zum Automechaniker.

  1. Abschleppseil

Vor allem wenn du etwas Abseits der befestigten Strassen und vielleicht sogar 4WD-Strecken fahren willst, tust du gut daran, ein Abschleppseil dabei zu haben. Du kannst damit ein anderes Auto abschleppen oder aus dem Sand ziehen (wie wir das machten). Oder ein anderes, weniger gut ausgestattetes Auto, kann dich abschleppen oder aus dem Schlamassel befreien, solltest du irgendwo stecken- oder liegen bleiben. Um dieses Risiko zu minimieren, fahre nicht „off road“, wenn du keinen 4WD hast!

  1. Service deines Campervans

Ein regelmässiger Service des Fahrzeuges ist bei älteren Fahrzeugen sinnvoll. Mechaniker in Australien vermerken auf einem Kleber auf der Windschutzscheibe, wie viele Kilometer du bis zum nächsten Service fahren solltest.

  1. Strassentauglichkeit (Roadworthiness)

Als Fahrer bist du dafür verantwortlich, dass dein Fahrzeug jederzeit strassentauglich („roadworthy“) ist. Die Polizei kann dich büssen, falls dein Campervan nicht verkehrssicher ist. Ist etwas nicht mehr in Ordnung, lass es schnellstmöglich reparieren. Für eine Liste an Eigenschaften, die dein Campervan zu erfüllen hat, schau z.B. beim Transport Service Tasmania vorbei.

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Roadtrip Australien: Fahren in Australien

  1. Linksverkehr

In ganz Australien wirst du immer wieder daran erinnert: in Australien gilt Linksverkehr! Ja, das heisst auch, dass du im Kreisel linksherum fahren musst und dass rechts überholt wird. Bitte zu Beginn deiner Reise einen allfälligen Beifahrer, dich an Kreuzungen, im Kreisverkehr und beim Einspuren daran zu erinnern.
Aber obwohl hier sonst alles verkehrt herum funktioniert, gilt auch in Australien die Vorfahrtsregel „rechts vor links“!

  1. Geschwindigkeiten

In Australien gelten allgemeinhin folgende Höchstgeschwindigkeiten in Australien:

  • Ausserhalb Ortschaften: 70-110 km/h (aber z.B. im Northern Territory bis zu 130 km/h)
  • Innerhalb Ortschaften: 50-60 km/h (während Schulzeiten [separate Hinweisschilder] nur 40 km/h)
  1. Sonnenschutz

Die Sonne in Australien ist stark. Sehr stark. Windschutzscheiben von Autos haben eine spezielle Folie, die UV-Strahlen filtert. Dies ist leider bei den Seitenfenstern nicht immer der Fall. Um dich vor der Sonne zu schützen, solltest du dich auch im Auto Sonnencrème verwenden.
Eine gute Investition ist ein Sonnenschutz fürs Fenster. Diese werden meist im Doppelpack verkauft.

  1. Musik

Hast du bereits eine Roadtrip-Playlist? Oder eine volle Musik-Bibliothek? Lange Autofahrten können eintönig sein. Musik bringt Stimmung, Abwechslung und hält wach.

  1. Hörbücher/-spiele

Irgendwann hast du alle Lieder zehn Mal gehört. Hörbücher oder Hörspiele sind eine schöne Abwechslung zur Musik. Hier einige Beispiele für Hörbücher und Hörspiele:

  • Games of Thrones
  • Harry Potter
  • ARD Radio Tatort (Podcast)
  • Philip Maloney (Klassiker!)
  1. Podcasts

Die meisten Radiosender bieten ihre Sendungen als Podcasts zum Download an. Es gibt auch zahlreiche unabhängige Podcast-Produktionen. Du kannst mit Podcasts auch Sprachen lernen oder auffrischen. Wir nutzen für Podcasts Apps auf unseren Smartphones, z.B. „Podcasts“ für IOS oder „BeyondPod Plus“ für Android.

Wir empfehlen:

  • „Stuff You Should Know“ und „Stuff to Blow Your Mind“ von Howstuffworks.com
  • „The Tim Ferriss Show“ von Tim Ferriss
  • „Input“ von SRF Schweizer Radio und Fernsehen
  • „Kontext“ von SRF Schweizer Radio und Fernsehen
  • „Doppelpunkt“ von SRF Schweizer Radio und Fernsehen
  • „Coffee Break …“ French, Spanish, etc. von Radio Lingua Network
  1. Lautsprecher und Kopfhörer

Um Musik, Hörbücher und Podcasts zu hören, kannst du entweder (altmodisch) CD’s oder gar Tonbandkassetten (bei älteren Fahrzeugmodellen) einlegen, dein Smartphone oder MP3 Player mittels eines AUX-Kabels mit dem Autoradio verbinden, einen portablen Lautsprecher mitführen oder Kopfhörer verwenden. Kopfhörer waren unsere Wahl für Hörbücher und Podcasts, da unser Auto zu laut, resp. unsere Lautsprecher zu schwach waren, um die Sprecher gut verstehen zu können.

  1. Überhitzung des Motors vorbeugen

Wir sind gebrannte Kinder. In Neuseeland nahm unser Campervan grossen (für uns unbezahlbaren) Schaden durch Überhitzung. Wir haben daraus gelernt und waren in Australien sehr vorsichtig.

Das kannst du tun, um einer Überhitzung des Motors vorzubeugen:

  • Kontrolliere Motoröl und Wasser regelmässig (NUR bei kaltem Motor!!!).
  • Reduziere die Fahrgeschwindigkeit (auch mit 90kmh bist du schnell genug am Ziel…).
  • Dreh die Heizung rauf. Du wirst dich bald fühlen, wie im Umluft Backofen, daher Fenster runter. So lässt du warme Luft aus dem Motorraum entweichen, wirst gleichzeitig aber nicht selber gebacken.
  • Lege regelmässig Pausen ein.
  • Halte immer ein Auge auf der Temperaturanzeige (diese war bei unserem Campervan in Neuseeland kaputt…).
  1. Wenn der Motor überhitzt ist

Sollte der Zeiger der Temperaturanzeige trotz der vorbeugenden Massnahmen in den roten Bereich vordringen, halte sofort an und schalte den Motor aus. Du solltest auch den Motorenraum öffnen, um dem Motor frische Luft zukommen zu lassen.
Lass den Motor mindestens eine Viertelstunde abkühlen. Ist der Motor kühl genug, überprüfe den Wasserstand und füll ggf. nach (nicht direkt beim Kühler, da dort das Wasser noch zu heiss ist und beim Öffnen als Dampf explosionsartig entweicht, was zu Verbrennungen führt).
Tritt während der Abkühlphase Dampf oder Kühlwasser aus, deutet dies auf ein Leck im Kühlsystem hin und du kommst nicht darum herum, den Pannendienst anzurufen. Falls alles okay zu sein scheint, fahr in reduzierter Geschwindigkeit weiter bis zur nächsten Werkstatt (ein Checkup ist zu empfehlen) und halte ein Auge auf der Temperaturanzeige. Überhitzt das Fahrzeug wieder, ruf den Pannendienst an.

  1. Pause und Abwechseln alle zwei Stunden

„Stay alert – stay alive“ – „Feel drowsy? Take a rest.“ – „Survive this drive. Take a rest.“
In Australien wirst du entlang der Highways immer daran erinnert, eine Pause einzulegen. Mach mindestens alle zwei Stunden eine Pause und wechsle dich mit deinem Reisepartner ab.

  1. Raststätten (Rest Areas)

Raststätten sind immer gut ausgeschildert und sollten regelmässig genutzt werden (siehe oben). Häufig hat es WCs und Picknick-Bänke. Das WikiCamps App (siehe Nr. 84) hat fast alle Raststätten in Australien erfasst.

  1. Driver Reviver

Während Schulferien und Feiertagen gibt es an einigen Raststätten sogenannte „Driver Revivers“. Das sind Stände, wo dir kostenlos Kaffee und Tee angeboten wird. Betrieben werden diese von örtlichen Vereinen wie dem Rotary oder Lions Club. Australische Gastfreundschaft vom Feinsten.

  1. Totgefahrene Tiere (Roadkills) –> Fenster zu 😉

In Australien gibt es viele Tiere und viele nicht eingezäunte Strassenabschnitte. Roadkills sind eine logische Folge dessen. Wir sahen tote Tasmanische Teufel, Possums, Quolls, Wombats, Wallabies, Pademelons, Kängurus, Echsen, Kühe, Schweine, Schafe, Vögel …
Das Schlimmste daran ist nicht der Ruck, wenn du drüber fährst und das Gefühl, die Knochen brechen zu hören, sondern der Gestank. Eine tote verwesende Kuh stinkt grässlich. Wenn du Kadaver am Strassenrand entdeckst, mach das Fenster zu!

  1. Langsam fahren zwischen Abend- und Morgendämmerung

Um Roadkills ganz zu verhindern, gibt es nur eine Lösung: fahr nicht.
Da dies eine zu grosse Einschränkung ist, fahr zumindest vorsichtig, wachsam und langsamer, vor allem zwischen Abend- und Morgendämmerung. Mit vorsichtigem Fahren verhinderten wir manche Kollision.

  1. Road Trains

Road Trains sind Lastwagen, die bis zu 53,5 Meter (!) lang sind. Das ist lange. Sehr lange. Um ein solches Gefährt bei 100 km/h zu überholen, brauchst du unglaublich lange. Überhol also nur, wenn du freie Sicht und Fahrt über die nächsten Kilometer hast.

  1. 4WD-Strecken

Viele Strassen abseits der Hauptverkehrsachsen sind nicht befestigt und einige durchqueren Flüsse oder andere schwer passierbare Stellen. Solche Strecken sind gekennzeichnet als 4WD-Strecken und sollten nur mit Fahrzeugen mit Vierradantrieb befahren werden. Einige Strecken im Outback und z.B. hoch zum Cape York in Queensland benötigen einiges an Ausrüstung, Kenntnissen, und evtl. die Begleitung eines anderen Fahrzeugs.

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Roadtrip Australien: eine 4WD-Strecke im Outback

  1. Tempo reduzieren – Kraftstoffverbrauch reduzieren

Die meisten Fahrzeuge haben eine bestimmte Geschwindigkeit, wo der Kraftstoffverbrauch überproportional ansteigt. Führe Buch über den Verbrauch deines Campervans auf verschiedenen Strecken und gefahrenen Geschwindigkeiten (siehe Nr. 9). Generell: fahr 10-20 km/h unter der angegebenen Höchstgeschwindigkeit (siehe Nr. 50).

  1. Schnellere Fahrzeuge überholen lassen

Wenn du dich an den vorherigen Tipp hältst, werden sich früher oder später andere Fahrzeuge hinter dir stauen. Für diese Fälle gibt es immer wieder markierte Überholabschnitte und „Slow Vehicle Turnouts“ oder andere Möglichkeiten, links ranzufahren und schnellere Fahrzeuge überholen zu lassen.

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Roadtrip Australien: Strassenschilder in Australien

  1. Was ist eine „Gravel Road“?

Eine „Gravel Road“ ist eine unbefestigte Strasse. Das muss an sich noch nichts Schlimmes heissen. Einige davon sind fast so gut wie befestigte Strassen. Andere sind mit Schlaglöchern gespickt und groben Steinen übersäht. Pass deine Fahrgeschwindigkeit entsprechend an.

  1. Was sind „Corrugations“?

„Corrugations“ sind Bodenwellen und das Schlimmste, was einer unbefestigten Strasse passieren kann. Die Strassenoberfläche hat die Form von Wellblech und egal wie schnell du fährst, du fühlst dich wie im Mixer. Du hast das Gefühl, es löst sich jede Schraube in deinem Fahrzeug, du kannst das Auto fast nicht kontrollieren. Schon eine kurze Fahrt auf einer solchen Strasse ist anstrengend und zermürbend. Wir fuhren einmal 170 Kilometer am Stück während vier Stunden auf einer Strasse mit Corrugations. Es war gar nicht schön.

  1. Was ist ein „Dip“?

Ein „Dip“ ist eine Senkung. Häufig sind das Furchen in der Strasse, um Wasser ableiten zu können.

  1. Was ist ein „Grid“?

Ein „Grid“ ist ein Viehgitter/-rost, das quer über die Strasse verläuft, um Tiere (meistens Kühe) zurückzuhalten.

  1. Was ist ein „Floodway“?

In Australien sind Strassen nach starken Regenfällen oder in der tropischen Regenzeit häufig überflutet und verwandeln sich in Flussbeete. Wo dies bekannt ist, warnt dich ein Schild vor „Floodways“. Häufig steht auch „Road subject to flooding. Indicators show depth.“ Es folgt eine breite Senkung der Strasse mit Messpfosten an der tiefsten Stelle. Solltest du vor einer überfluteten Strasse stehen, die dir zu tief scheint, suche dir eine alternative Route oder warte, bis ein Aussie kommt der sich mit dieser Strasse und Flussüberquerungen auskennt und dir helfen kann.

  1. Was ist eine „Crest“?

Eine „Crest“ ist eine Kuppel/ein Gipfel. Das Schild steht vor dem obersten Punkt einer Strasse, wo du noch nicht siehst, was danach folgt.

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Roadtrip Australien: Parkieren in Australien

  1. Schilder
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Ein Parkschild in Australien

Die Parking-Schilder in Australien können anfangs etwas verwirren. Dies bedeuten die häufigsten Schilder:

durchgestrichenes S = No Stopping (siehe im Bild rechts unten)
durchgestrichenes P = No Parking
C = Clearway, in dieser Zone darf weder gehalten noch parkiert werden, dies dient dem Verkehrsfluss. Übrigens bedeutet ein gelber Streifen an Strassenrand das Selbe.

Die Parking-Angaben im Bild rechts sind so zu lesen (Bsp. oben links):
3P METER 8.30am-6pm MON – FRI, 3pm-6pm SAT = Für eine max. Dauer von drei Stunden (3P) mit Bezahlung an der Parkuhr (METER), darf links von diesem Schild Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 18.00 Uhr und Samstag zwischen 15.00 und 18.00 Uhr parkiert werden. In den übrigen Zeiten gilt entweder ein anderes Schild (Taxi Zone unten links), oder keine Einschränkungen.

  1. Gebühren

Parking ist teuer in Städten. Einkaufs-Plazas etwas ausserhalb, Woolworths und Co. bieten häufig gratis Parking.

  1. Grey Ghosts

Grey Ghosts nennt man in Australien die Parkwächter. Wo das Parkieren für eine bestimmte Zeit kostenlos ist, machen sie bei der Kontrolle Striche am Reifen und schauen nach abgelaufener Zeit nochmals vorbei und büssen die Fahrzeuge mit ihren Strichen am Reifen.

  1. Vorgeschriebene Parkweisen (Angle-Parking, Rear-Parking etc.)

An einigen Stellen wird vorgeschrieben, wie du parkieren musst. „Angle-Parking“ heisst, du musst in einem bestimmten Winkel zur Strasse schräg parkieren. „Rear-Parking“ heisst, du musst Rückwärts parkieren – eine Spezialität der Australier (siehe Nr. 48).

  1. Rückwärtsparkieren

Es wird dir bald auffallen: Australier lieben es, rückwärts zu parkieren. Und sie meistern es perfekt, egal wie gross ihr Auto oder wie schmal der Parkplatz ist. Möchtest du dich wie ein Aussie verhalten, parkiere rückwärts. 😉

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Roadtrip Australien: Tanken in Australien

  1. Spezialbenzin mit Ethanol (Unleaded E10)

Bei vielen Tankstellen in Australien gibt es neben dem üblichen bleifrei 91er eine Variante mit 10% Ethanol Anteil. In NSW bieten Tankstellen nur noch Unleaded E10 an. Dieses kostet meistens ein bisschen weniger, dafür ist der Brennwert aber niedriger. Das heisst, deine Reichweite mit einer Tankfüllung reduziert sich ein wenig. Hier findest du eine Liste, die angibt, ob du mit deinem Automodell Unleaded E10 tanken kannst.
Mehr zu diesem Kraftstoff findest du bei Wikipedia.

  1. Strategisch fahren

Australier und Touristen mit Mietcamper fahren meistens nicht strategisch. Das heisst, sie fahren mit der Höchstgeschwindigkeit, stellen den Motor bei Baustellen und Bahngleisen nicht ab usw. Je mehr Kilometer du fährst, desto stärker wird sich deine umweltfreundliche Fahrweise auf dein Portemonnaie auswirken.
Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf den Highways betrug immer zwischen 80 und 90km/h. Warum? Weil das Verhältnis von Tempo und Benzinverbrauch für uns so am besten war (siehe Nr. 36). Wären wir schneller gefahren, wäre der Benzinverbrauch überproportional gestiegen. Wären wir langsamer gefahren, hätten wir den Verkehr zu sehr gestört.
Es ist erstaunlich, wie tolerant Australier mit langsamen Fahrzeugen sind. Während rund 15’000 Kilometern trafen wir nur auf einen ungeduldigen Autofahrer mit dem Finger auf der Hupe. Du musst also keine Angst haben, als Schnecke abgestempelt und dauernd angehupt zu werden.

  1. Strategisch tanken

Fahr nicht die erstbeste Tankstelle an, um zu tanken. Konsultiere Webseiten (siehe Nr. 52) oder das Fuel-App von WikiCamps (siehe Nr. 53) und nutze die Coupons, die du bei Woolworths & Co. erhältst (siehe Nr. 54). Egal ob Stadt oder Land oder die gleiche Tankstellenkette, die Benzinpreise variieren stark. Einsparungen von 10-20 Cents pro Liter sind locker möglich.
Ein Beispiel: Wir haben in fünf Monaten 1’650 Liter Benzin verbraucht. Bei 10 Cents Einsparung sind das 165 AUD!
Ein Ersatzkanister (siehe Nr. 10) ist ebenfalls eine wertvolle Hilfe beim strategischen Tanken. Gerade im Outback, wo der Preisunterschied schon mal 1 AUD pro Liter ausmachen kann, sparst du enorm viel Geld.

  1. Fuel Maps im Internet

Auf diversen Webseiten (z.B. petrolspy.com.au) findest du die aktuellsten Benzinpreise in Australien auf sogenannten Fuel Maps. Speziell in Gebieten, wo die Kraftstoffpreise höher sind (bspw. Queensland oder Northern Territory) lohnt sich ein Preisvergleich. So kannst du mehrere Dollar pro Tankfüllung sparen, was in der Gesamtsumme einen grossen Unterschied macht.

  1. Fuel App von WikiCamps

Die Fuel App ist noch relativ neu (2014) und ist stark von seinen Nutzern abhängig, die die Preise bei den jeweiligen Tankstellen manuell updaten. Leiste deinen Beitrag bei jeder Tankfüllung und alle profitieren. Die App gibt es für IOS und Android.

  1. Coupons von Einkäufen in Supermärkten

Bei jedem Kauf in Supermärkten wie Woolworths, Coles etc. über 30 AUD erhältst du automatisch einen 4 Cents Coupon auf dem Kassenbeleg. Diesen kannst du bei jeder Tankstelle einlösen, die die jeweiligen Coupons (Caltex Woolworth, Shell Coles usw.) akzeptieren. Wenn du jetzt noch im Internet schaust, welche Coupon-Tankstelle die günstigste ist, sparst du dir schnell 10 Cents pro Liter und mehr.

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Roadtrip Australien: Einkaufen in Australien

  1. Secondhand Einkaufen in Op-Shops, Vinnies und Salvos

Der Traum jedes Campveran Reisenden mit kleinem Budget. In Op-Shops (von „Opportunities“: Möglichkeiten), Vinnies und Salvos (von „Salvation Army“: Heilsarmee) findest du günstige Secondhand Artikel aller Art. In Australien verkaufen Secondhand-Läden wirklich noch günstige Gebrauchtwaren und keine überteuerten Vintage-Klamotten, die mal deiner Oma gehört haben und jetzt chic sind. So haben wir dort z.B. die meisten Küchengegenstände für unseren Campervan erstanden. Oder auch Sitzkissen und Bettzeug gekauft.
Secondhand-Läden sind auch die erste Anlaufstelle, wenn du dir ein Surfboard oder Tauch- und Schnorchelausrüstung kaufen möchtest.

  1. Schrottplätze (Wrecking Yards)

Schrottplätze gib es Dank des Auto-Fanatismus der Australier überall. Solltest du etwas bei deinem Campervan ersetzen müssen, ruf zuerst bei einem Wrecking Yard in deiner Nähe an, bevor du zu einer Garage oder in ein Autofachgeschäft gehst. Das kommt dich in der Regel billiger. Oder such dir gleich eine Garage, die selber einen Wrecking Yard betreibt.

  1. Supermärkte

Der günstigste Supermarkt in Australien ist Aldi. Ja, genau, Aldi gibt es in Australien. Es gab zwar mal eine australische Discounterkette, die ging aber Pleite und Aldi expandierte mit Erfolg. Aldi gibt es nicht in allen australischen Staaten und oft nur in grösseren Ort. Solltest du Heimweh nach Europa haben, ist die Chance gross, dass du bei Aldi ein Produkt aus der Heimat findest.
Die grössten Player auf dem Markt sind Woolworths und Coles. Beide haben etwa das gleiche Angebot und haben unserer Meinung nach etwa die gleichen Preise. Beide sind gute Anlaufstellen, um nach reduzierten Artikeln Ausschau zu halten (siehe Nr. 58).
Teurere Supermärkte sind IGA (Independent Grocers Australia) und FoodWorks. IGA Supermärkte (klein bis gross) werden von vielen unabhängigen Inhabern geführt und haben meistens das beste Angebot lokaler Produkte.

  1. Reduced for quick sale

Woolworths und Coles haben entweder ganze Regale oder dann einzeln markierte Produkte, die stark reduziert sind, weil sie entweder beschädigt sind oder das Ablaufdatum nahe liegt. Als Vegetarier profitiert man viel von der Fleischeslust der Australier (Tofu- und Fleischersatzprodukte sind häufig reduziert) und Milchprodukte gibt es oft auch stark reduziert. Halte also immer Ausschau!

  1. Warenhäuser

Target, Big W und Kmart sind die billigsten Warenhäuser und verkaufen Billigschrott aus China. Wer einen billigen Campingstuhl, ein paar FlipFlops oder Sonstiges braucht, der kommt hier am günstigsten weg.

  1. Baumärkte und Autoshops

Baumärkte und Autoshops gibt es in Australien wie Sand am Meer. Australier sind DIY-Typen und Auto Fanatiker.
Bunnings und Mitre10 sind die beiden grossen Baumarkt-Ketten. Hier findest du Campingartikel, Werkzeug, Baumaterialien etc.
Spezielle Autoartikel, die es nicht in Supermärkten oder Baumärkten gibt, findest du wahrscheinlich bei Repco.

  1. Camping/Fishing etc. Stores

Camping und Fishing. Zwei sehr, sehr beliebte Freizeitbeschäftigungen vieler Australier. Entsprechend viele Shops dafür gibt es meistens in den Industriegebieten grössere Orte. BCF (Boating, Camping, Fishing) ist die grösste Ladenkette, wo du alles fürs Camping (keine oder nur wenig Kleider!) und Fischen findest.

  1. Märkte

Egal ob unter oder am Ende der Woche, Märkte bieten dir eine tolle Möglichkeit, lokale Produkte zu kaufen und die einheimische Wirtschaft zu unterstützen. Und oftmals sind die Lebensmittel günstiger als im Supermarkt.

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Gemüse- und Früchtestände am Queen Victoria Market in Melbourne

  1. Fruit-/Veggie-Stände entlang Strasse

Gerade in den tropischen Regionen Australiens gehören die Strassenstände mit Früchten und Gemüse zum Strassenbild. Insbesondere in landwirtschaftlichen Gebieten solltest du dich auf die Stände achten. Die Produkte sind meistens günstiger als im Supermarkt, du unterstützt mit dem Einkauf die lokalen Bauern und isst oft erntefrisch.

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Roadtrip Australien: (Trink-)Wasser in Australien

  1. Orte

Trinkwasser bekommst du (kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr, z.B. 2 AUD für 20 Liter) bei Dumppoints, Sportplätzen (bei den Reservebänken hat es häufig Pfosten mit Wasserhähnen) oder Information Centres. Überall, wo nicht steht „no drinking water“ oder „non-potable“ sollte das Wasser sicher sein zum Trinken.

  1. Aufbewahrung von Wasser

Für die Aufbewahrung von Trinkwasser im Campervan kaufst du dir am besten einen Kanister (siehe “Einkaufen in Australien”, 55-63) mit Zapfhahn. Schau, dass der Kanister gut im Fahrzeug befestigt ist.

  1. Campingdusche

Ein Vorteil der starken Sonne in Australien: eine Campingdusche wärmt sich rasch auf. Campingduschen findest du in Bauhäusern und Outdoor-/Camping-Läden (siehe “Einkaufen in Australien”, 55-63).

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Roadtrip Australien: Internet und WiFi in Australien

  1. Generell

Australien ist eine Insel und Internet erreicht eine Insel über Unterseekabel. Viele solcher Kabel scheint es nicht zu geben und das macht das Internet hier limitiert bzw. langsam und teuer.

  1. Mobile Abo

Mit einem Prepaid-Mobile Abonnement bist zu zumindest in grösseren Ortschaften gut vernetzt. Es gibt starke Unterschiede zwischen den Anbietern und deren Abdeckung in Australien. Die beste Abdeckung und die höchsten Preise hat Telstra, gefolgt von Optus. Vodafone und andere bieten teilweise nur Empfang in den Grossstädten. Wir nutzten Optus und fanden das Preis-/Leistungsverhältnis recht gut. Bei längeren geplanten Touren im Outback empfehlen wir jedoch Telstra.

  1. Telefonkabinen von Telstra

Mit einem Telstra-Abonnement hast du die Möglichkeit, dich bei Telefonkabinen im ganzen Land (diejenigen mit dem WiFi-Symbol) mit dem Internet zu verbinden. (Diese Möglichkeit gibt es leider seit Juli 2015 nicht mehr. Das neue Angebot “Telstra Air” kann nur genutzt werden, wenn du einen Telstra-Anschluss hast.)

  1. Bibliothek

Bibliotheken findest du in allen grösseren Ortschaften und die meisten bieten WiFi oder Computer – zu unterschiedlichen Konditionen. Manche haben ein Zeitlimit, andere eine beschränkte Anzahl an Daten. Und einige verlangen sogar Geld für die Internetnutzung.

  1. Cafés, McDonalds etc.

„Free WiFi“-Sticker sind häufig am Eingang eines Lokals zu finden. Halte Ausschau danach und informiere dich beim Personal nach den Konditionen, sollte es ein geschütztes Netzwerk sein. Im Internet findest du je nach Ort Foren, wo die besten Orte für kostenloses WiFi diskutiert und aufgelistet werden.

  1. Campingplätze

Die wenigsten Campingplätze bieten (kostenloses) WiFi an. Und wenn doch, dann häufig stark limitiert. Sollte es für dich ein Killerkriterium sein, erkundige dich vor dem Einchecken danach.

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Roadtrip Australien: Elektronik während deines Roadtrips

  1. Campingplatz mit Stromanschluss

Sofern du dich nicht gerade in einem Nationalpark befindest (es gibt Ausnahmen), wirst du auf jedem Campingplatz sog. „powered sites“ finden. Diese kosten dann auch ein ganzes Stück mehr; manchmal sogar doppelt so viel, wie ein Platz ohne Strom. Diese Plätze sind für die riesigen Wohnmobile der Australier und die zahlreichen Mietcamper gedacht, die alle Annehmlichkeiten bieten.
Hast du einen Stromanschluss in deinem Camper, möchtest ihn nutzen, aber nicht zu viel Geld ausgeben, dann fährst du am besten mit Showgrounds (siehe Nr. 91). Die haben das beste Preis-/Leistungsverhältnis.

  1. USB Adapter

Ein USB Adapter (z.B. Anker,4.8A, 2-Port USB) ist die einfachste und günstigste Lösung, dein Smartphone oder Tablet mit Hilfe des 12V-Zigarettenanzünders aufzuladen. Dies funktioniert aber leider nur, wenn der Campervan läuft. Natürlich kannst du die Elektrik im Auto anlassen und dein Smartphone laden, doch das mag deine Autobatterie auf Dauer nicht.

  1. Konverter

Bist du bspw. mit einem Laptop oder anderem Gerät unterwegs, das nicht via USB aufgeladen werden kann, kannst du dir einen Konverter kaufen. Dieser wandelt den Strom aus dem 12V-Zigarettenanzünder um und gibt ihn über eine integrierte Steckdose aus. Ein solcher Konverter kostet gerade mal 60 AUD und kann dir lange Stunden in der Campingplatzküche zum Aufladen ersparen. Mit einem Mehrfachstecker konnten wir beim Autofahren bis zu drei Geräte gleichzeitig aufladen.

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Unser Powertech 12V Konverter

  1. Separate Deep Cycle Battery

Eine Deep Cycle Battery ist eine komplett abgedichtete (wegen der Dämpfe), zyklusfähige Batterie. Du kannst sie entweder via Autobatterie (beim Fahren) oder mit einem Solarpanel aufladen. Diese zweite Batterie ermöglicht dir das Laden von elektronischen Geräten oder z.B. den Betrieb von Lichtern, einem Kühlschrank usw.. Je nach Auslastung der zweiten Batterie, kannst du so ein paar Tage unabhängig von anderen Stromquellen auskommen.
Kostenpunkt ca. 300 AUD

  1. Solarpanel

Gerade bei einem längeren Roadtrip kann sich die Investition in ein Solarpanel lohnen. Wenn du bspw. mehrere Tage an einem Ort im Outback campierst, produziert das Solarpanel Dank der unerbittlichen Australischen Sonne Strom, mit dem du eine zweite Batterie (siehe Nr. 76) oder deine Geräte direkt aufladen kannst.

  1. Kühlschrank vs. Kühlbox

Wirklich effiziente und v.a. kühlende Kühlschränke gibt’s erst ab ein paar hundert Dollar und wiegen zudem noch viel. Billige Modelle zwischen 50 und 300 Dollar versprechen viel, halten es aber nie ein. Eine Kühlbox („Eski“) hingegen ist Budget freundlich und benötigt weniger Platz. Der Nachteil ist, dass es ohne Eis (fast) nicht geht. Wenn die Aussentemperaturen unter 10 Grad sind, kannst den Deckel über Nacht offen lassen und Morgens wieder schliessen. Die Lebensmittel bleiben dann tagsüber erstaunlich frisch. Bist du aber in den heissen Sommermonaten oder in den warmen Gebieten Australiens unterwegs, bist du auf die Eissäcke angewiesen, die es in Tankstellen und Supermärkten zu kaufen gibt.

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Roadtrip Australien: Duschen während deines Roadtrips

  1. Wikicamps App

WikiCamps (siehe Nr. .84) zeigt auch kostenlose oder öffentlich zugängliche Duschen an.

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Roadtrip Australien: Öffentlich zugängliche heisse Duschen

  1. Schwimmbäder + Sports centres

Die Eintrittspreise für Schwimmbäder in Australien sind relativ tief, und dafür erhältst du eine Dusche UND einen Pool! Unsere eine Erfahrung mit Schwimmbädern war jedoch aus hygienischer Sicht etwas merkwürdig: Wir liefen mit Strassenkleidung und –schuhen durch die Pool-Area zu den Umkleidekabinen und nahmen unser ganzes Zeugs mit an den Pool. Es fand gerade ein Schwimmkurs statt, der Poolrand war gesäumt von Sporttaschen, Kinderwägen und gelangweilten Eltern in Strassenkleidung, die sich die Zeit vertrieben, bis der Kurs beendet war.

  1. Lagoons + Strandduschen

Da viele Strände entlang der Ostküste von Queensland wegen Krokodilen und Quallen zum Schwimmen nicht geeignet sind, haben Städte öffentliche Lagunen geschaffen, wo du kostenlos im Salzwasser aber abgetrennt vom Meer baden kannst. Dort findest du auch Toiletten und Duschen. Wie bei den offenen Strandduschen an Badestränden wird das Wasser wahrscheinlich kalt sein.

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Die öffentliche Lagoon in Townsville, QLD

  1. Visitor Information Centres

Einige Visitor Information Centres bieten kostenlose (oder günstige) Duschen für Touristen. Du findest solche Infos im WikiCamps App (siehe Nr. 84). Die beste Dusche: Canberra Visitor Centre. 😉

  1. Tankstellen

Einige Tankstellen bieten Duschen für einige Goldmünzen (2-5$). Natürlich sind das keine Spas, aber nach einigen Tagen ohne Dusche bist du nicht wählerisch…

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Roadtrip Australien: Freecamping und Camping in Australien

  1. WikiCamps App

WikiCamps ist eine App, die dir kostenlose Campspots, Campingplätze aber auch öffentliche WCs und andere nützliche und interessante Orte aufzeigt. Als Nutzer kannst du neue Orte markieren und bestehende Orte bewerten. Eine sehr hilfreiche App (für IOS und Android).

  1. Raststätten (Rest Areas)

Entlang der Hauptverkehrsachsen findest du immer mal wieder Raststätten. An einigen darf auch übernachtet werden. Natürlich sind es meistens nicht die schönsten Orte: direkt neben dem Highway, überfüllt, schlecht gewartete Toiletten, etc. Aber sie sind kostenlos und nur für eine Nacht auf der Durchreise völlig okay.

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Roadtrip Australien: Eine Raststätte als Übernachtungsort

  1. Day Use Areas

Der Name sagt es bereits: es sind Orte für den Aufenthalt unter Tags und Camping ist verboten. Häufig sind es kleine Parks mit Spielplätzen, BBQs, Feuerstellen, etc. Unerlaubtes Campieren wird gebüsst (siehe “Freecamping Bussen in Australien”, 93-94)

  1. Pubs, Tavernen, Motels

Einige Pubs, Tavernen und Motels in Australien bieten Camping-Möglichkeiten gegen eine kleine Gebühr oder Konsum im Lokal. Häufig findest du solche Möglichkeiten an Orten, wo es keine Campingplätze hat.

  1. Nationalparks

Viele Nationalparks und geschützte Reservate in Australien haben Campingplätze. Einige davon sind lediglich grosse Wiesenflächen mit Plumpsklo, andere sind voll ausgestattete Campingplätze mit Duschen, Küchenblöcken, Café etc.. Betreut werden sie vom staatlichen National Park Service. Die Preise und Buchungssysteme (vor Ort oder im Internet) variieren je nach Staat, Park und Standard.

  1. Forstwirtschaftliche Gebiete (Forestry Areas)

Bewirtschaftete Wälder vom Staat bieten oftmals eine gute Möglichkeit, gratis zu campen. Legal ist es in den wenigsten Fällen; ausser es gibt ausgewiesene Campspots. Wenn du dein Camp spät abends aufstellst und in der Früh wieder losfährst, sollte es aber kein Problem sein. Beim Fahren auf den sog. logging roads solltest du sehr vorsichtig sein, da schwerbeladene Trucks in einem irrsinnigen Tempo über die schmalen Waldstrassen fahren.

  1. Camper freundliche Städte (RV friendly towns)

„RV friendly town“ besagt ein schönes Schild, das dich in vielen Ortschafen beim Ortseingang willkommen heisst. Der Ort sieht also gerne riesige fahrende Wohnungen (RV = Recreational Vehicles = Erholungs-/Freizeit-Gefährt) aber auch kleine schnucklige Campervans durch seine Strassen fahren. In diesen RV friendly towns findest du bestimmt einen Dumppoint (siehe “(Trink-)Wasser in Australien”, 64-66), vielleicht einen gratis Campingplatz oder einen „Showground“ (siehe Nr. 91).

  1. Showground

Ein Showground ist ein Ausstellungsgelände, wo man ursprünglich Viehhandel betrieb und heute noch Shows/Märkte/Veranstaltungen abhält. Da Showgrounds häufig viel Platz, öffentliche WCs und manchmal sogar Duschen bieten, werden sie als Campingplätze genutzt, wenn gerade keine Veranstaltung läuft. Meist kosten sie 10-15 AUD pro Fahrzeug pro Nacht.

  1. Campingplätze

Australier lieben das Camping. Campingplätze findest du also zu Hauf. Einziger Nachteil: sie sind teuer. Vor allem in der Sommer- und Ferienzeit steigen die Preise je nach Ort bis zu über 90 AUD pro Fahrzeug mit zwei Personen. In der Nebensaison kann es auch mal die Hälfte oder etwas weniger sein. Die Standards variieren ebenfalls sehr stark. Den grössten Luxus bieten Family Holiday Parks der grossen Ketten wie z.B. Big4 Holidayparks.

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Roadtrip Australien: Freecamping Bussen in Australien

  1. Unterschied Ranger, Community, Polizei

In Nationalparks und Reservaten frei zu campen, ist meistens verboten. Die Rangers sorgen dafür, dass diese Regeln eingehalten werden und sind deshalb gerne zu Unzeiten unterwegs. Entweder sind sie vom Nationalpark Service oder von der lokalen Behörde (Community) angestellt.
In bewohnten Gebieten, wo die Verbote am strengsten sind, werden auch die meisten Bussen verteilt. Zuständig dafür sind die Communities bzw. deren Sicherheitskräfte.
Die staatliche Polizei interessiert es nur in wenigen Fällen, wenn du illegal campst.

  1. Bussen

Wenn du illegal mit deinem Auto campierst und erwischt wirst, erhältst du entweder eine Verwarnung und einen Eintrag im Register oder du zahlst direkt eine saftige Busse. Insbesondere an der Ostküste, wo die meisten Touristen reisen, gibt es viele Verbote und Bussen sind weit verbreitet. Wir können das auch gut verstehen. Wir hätten auch keine Lust, wenn jeden Abend ein paar Campervans vor unserem Haus stehen würden.
Die höchste Bussenwarnung haben wir in Noosa (Queensland.) gesehen. 1000 AUD!

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Roadtrip Australien: Andere Unterkünfte in Australien

  1. Couchsurfing

Bei Couchsurfing geht es um mehr, als eine gratis Übernachtungsmöglichkeit bei einer Privatperson. Es geht um sozialen und kulturellen Austausch und darum, ein Land / einen Ort aus der Sicht eines „Locals“ zu erleben. Du bezahlst nicht mit Geld, sondern mit Geschichten, Erfahrungen, gemeinsamem Kochen und Essen, etc. Mehr dazu erfährst du im Interview mit unserem ersten Couchsurfing-Host. Die Plattform und Community findest du auf couchsurfing.com.

  1. Housesitting

Eine weitere kostenlose Unterkunft. Beim Housesitting bewohnst du eine Unterkunft, während die Eigentümer fort sind und kümmerst dich um deren Haustiere, Pflanzen, etc. Bei dieser Unterkunftsart ist etwas Flexibilität deinerseits gefragt, aber es lohnt sich, ab und zu einen Blick auf die Angebote zu werfen. Wir empfehlen TrustedHousesitters, mit diesem Link erhältst du 20 Prozent Rabatt auf eine Mitgliedschaft.

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Unser Mitbewohner beim Housesitting in Townsville, QLD

  1. AirBnB, Stayz, etc.

Von Privaten vermietete Unterkünfte (kurz- und langfristig, von Zimmern in WGs bis hin zu ganzen Häusern) findest du vor allem in Städten. Australier nutzen für ihre Inserate gerne Stayz.com.au. Aber auch auf AirBnB (dieser Link schenkt dir und uns 20.– Franken Guthaben) und gelegentlich auf gumtree.com.au findest du Inserate.

  1. Hostels / Backpacker

In grösseren Städten sind Hostels und Backpacker eine gute Option. Teilweise sind sie nicht mal viel teurer als Campingplätze. Vergewissere dich, dass das Hostel Parkmöglichkeiten anbietet. Buchen kannst du ein Zimmer über verschiedene Plattformen wie z.B. hostelworld.com.

  1. Cabins auf Campingplätzen

Die meisten Campingplätze in Australien bieten auch Cabins an. Deren Standard und Ausstattung variiert sehr stark – auch die Preise. Von fix installierten heruntergekommenen Wohnwagen bis hin zum rustikalen Chalet am See findest du alles.

  1. B&B, Guesthouses, Roadhouses

Solche Unterkünfte findest du in fast jedem Ort, resp. auch mitten in der Pampa/im Outback. Du wirst nicht alle davon online finden. Broschüren und Leaflets gibt’s in Information Centres, oder du entdeckst die Unterkünfte beim Vorbeifahren.

  1. Hotels

Natürlich die teuerste Unterkunft, aber falls du dir doch mal eine Hotelübernachtung gönnen willst, findest du auf zahlreichen Plattformen (booking.com, hotels.com, etc.) Buchungsmöglichkeiten. Vergewissere dich, dass das Hotel Parkmöglichkeiten anbietet.

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2 Comments

  • Sabine sagt:

    Liebe Nadine & Philippe,
    eine tolle Übersicht über viele wichtige und bedenkenswerte Punkte für einen gelungenen Roadtrip durch Australien!
    Wir sind selbst seit 10 Monaten mit dem Auto rund um Australien unterwegs. Ich würde vielleicht noch hinzufügen:
    Die Telstra Wifi-Hotspots an den Tellefon-Kabinen gibt es seit Juli leider nicht mehr. Das war eine kostenlose Testphase. Der Service wurde durch “Telstra Air” ersetzt. Um sich nun mit dem Wifi verbinden zu können braucht man einen Telstra-Anschluss.
    Noch ein Tipp, der bei der ROutenplanung helfen kann: Die Tagesdistanz. Anders als in Europa wird man hier eher keine 1000 Kilometer pro Tag fahren (Fotostopps, langsamere Höchstgeschwindigkeit), wir fanden eine Durchschnittstagesdistanz von 400 km pro Tag realistisch.
    Ach ja, wir sind mit einem Allrad-Jeep unterwegs, das fanden wir vor allem in Westaustralien und im Northern Territory die beste Variante, da hier viele der Nationalparks oft nur mit 4WD zugänglich sind – aber wie ihr selbst schreibt, ist das Geschmacksache 🙂

    Ich wünsche Euch eine herrliche Zeit im wunderschönen Neuseeland,
    Sabine

    • Nadine sagt:

      Hallo Sabine
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Und danke für den Hinweis bezüglich der Telstra-Hotspots, ich passe das im Blogpost an.
      Das mit der Routenplanung ist ebenfalls ein guter Punkt. Auf den Highways im Outback konnten wir bis zu 700km fahren pro Tag, aber ansonsten waren es bei uns auch höchstens 400km.
      Liebe Grüsse und weiterhin gute Fahrt!
      Nadine

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