Lofoten und Vesterålen – ein Traum wird wahr

Diese Woche wurde ein Traum von uns war. Wir gingen auf die Lofoten in Norwegen! Nach unserem Hitchhiking Trip nach Bodø blieben wir dort drei Nächte. Bereits am Anreisetag war das Thermometer gestiegen. Und dann wurde es richtig sommerlich. Unseren Ruhetag verbrachten wir mehrheitlich in Badehose resp. Bikini. Soweit nördlich hätten wir dies nicht mehr für möglich gehalten. Zu unstet war das Wetter in Norwegen bis anhin gewesen.

Moskenes und Å

Und dann kam endlich unser Besuch (Manuela) aus der Schweiz, welcher uns für die nächsten zwei Wochen (inkl. der Wanderung auf dem Kungsleden) begleiten würde. Zuerst führte die Reise auf die Lofoten. Mit der Fähre ging’s zuerst nach Moskenes, wo wir zwei Tage verbringen wollten. Den ersten ausgedehnten Spaziergang (Busse sind rar) unternahmen wir nach Å (i Lofoten). Kurz und knapp; so sind sie, die nördlichen Bewohner Skandinaviens. Wieso dann allzu viele Buchstaben für einen Ortsnahmen verschwenden? Andere Ortschaften auf der Welt machen ja das Gegenteil (in Wales: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch).

Lofoten Stadt a

Das kleine Fischerdörfchen Å ist bekannt für Stockfisch (klippfisk). Ein Museum bringt diese Tradition der Lofoten näher. Es genügt aber bereits, unter den unzähligen Holzgestellen hindurchzugehen, wo sie den Fisch (meist Kabeljau) zum Trocknen aufhängen. Hie und da findet man noch die Überreste der Fische. Die Gräten und Fischköpfe knirschen laut unter unseren Wanderschuhen. Aufgehängt sind keine, denn die Saison dauert von Mitte April bis Mitte Juni. Die vielen Fischerhütten (rorbuer), wo die Fischer während der Saison wohnen, sind darum im Sommer einfache Ferienhäuschen. Mehr zum Thema Stockfisch hier.

Lofoten Fisch

Umgeben ist all dies von für die Lofoten typtischen spitzen Bergen, die aus der Vogelperspektive wie ein überdimensioniertes Nagelbrett ausschauen. Dazwischen liegen glasklare Seen und kleinere Fjorde mit weissen Sandstränden. „Malerische Kulisse“ trifft hier genau den Punkt. Daher kamen und kommen viele Landschaftsmaler hier her. Und in den kleinsten Orten findet man noch eine Kunstgalerie.

Reine statt Værøy

Eigentlich wollten wir am nächsten Tag mit der Fähre auf die Insel Værøy. Sie ist bekannt für ihre Vogelvielfalt und beherbergt unter anderem auch den Puffin (Papageientaucher). Nach zwei Stunden Warten frühmorgens entdeckten wir einen A4 grossen Anschlag beim geschlossenen Infocenter. Die Fähre würde an diesem Mittwoch ausfallen. Danke! Uns wurde wieder einmal klar, dass der ÖV im Norden anders und vor allem langsamer tickt.
Ein Alternativprogramm musste her. Ein Ausflug ins malerische Örtchen Reine bot sich an. Gelegen ist der 300 Seelen-Ort auf einer Halbinsel und ist umgeben von Fjorden und Bergen. Reine bot uns genügend Amüsement, dass wir den Tag dort verbrachten.

Lofoten Reine

Svolvær – Sortland

Ein Reisetag stand an. Die Strassen auf den Lofoten sind  noch kurviger und enger als zuvor auf dem Festland. Entsprechend lange dauerte die Fahrt von Moskenes via Svolvær nach Sortland. Svolvær ist die Hauptstadt der Lofoten und bietet neben einem netten Hafen viel Konsum und Gastronomie. Wir legten einen Zwischenhalt ein, um einzukaufen und dem Internet zu frönen, bis wir den zweiten und letzten Bus an diesem Tag nach Sortland nahmen.

Sortland liegt bereits auf den Vesterålen; wir hatten die Lofoten nach drei Tagen bereits verlassen. Dies merkt man nicht nur anhand der Fahrt mit der Fähre sondern auch am Wechsel der Landschaft. Die vormals spitzen Berge sind in die breite gegangen und kantiger geworden. Und es wachsen mehr Bäume an deren Hängen. Den Tag in Sortland nutzten wir für eine Wanderung ins Hinterland, eine Art Vorbereitung für den Kungsleden.

Lofoten Vesteralen 1

Dann ging es aber auch schon weiter nach Narvik, von wo aus wir den Zug nach Kiruna in Schweden nehmen würden. Narvik liegt auf dem Festland und liegt direkt am Meer. Die Ausläufer der Stadt schmiegen sich derweil an die mit Skilifts gespickten Berge. Die Stadt war an und für sich nichts Spezielles. Ein Verkäufer im Intersport versicherte mir aber, dass es im Winter viel schöner sei. Wir nutzten die übrige Zeit in Narvik um ein paar Dinge für die Wanderung auf dem Kungsleden zu kaufen, da wir in Kiruna am Sonntag ankommen würden. In Kiruna mussten wir uns dann nur noch mit Essen für 8 Tage (inkl. Reisetag) eindecken. Das war eine Herausforderung. Mehr zu unserer bevorstehenden Wanderung hier im Beitrag vom Kungsleden-Track.

Mehr Fotos zu den Lofoten und Vesterålen

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