Island A-Z

Kurz und knackig. Gesammelte Eindrücke unserer Reise und Infos im “Island A-Z”.

A

Asbyrgi: Der hufeisenförmige Canyon ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und liegt in der Nähe des Dettifoss. Der Wald im Innern des Canyon ist für isländische Verhältnisse ungewohnt und vielfältig. In direkter Nähe liegt ein Campingplatz.

Akureyri: Die zweitgrösste Stadt Islands im Nordteil der Insel wird von den meisten Touristen angesteuert. Bei einer Reise rund um die Insel eine Gute Möglichkeit um Vorräte aufzustocken, zu waschen und Zivilisation zu geniessen. Es gibt Kinos, eine Bowlingbahn und viele weitere Annehmlichkeiten.

B

Bäume: Das Wetter in Island ist rau und nur wenige Baumarten können hier bestehen. Im Schnitt fallen sie auch kleiner als ihre Artgenossen aus. Ausserhalb von besiedelten Gebieten handelt es sich mehrheitlich um angepflanzte Wälder.

BonusDer Supermarkt ist bekannt für sein spassiges Logo (ein besoffen dreinblickendes Schwein) und günstige Preise.

Bands: Die kalten und dunklen Winter sind für kreative Prozesse sehr förderlich. In Reykjavik ist die Musikszene besonders aktiv. Weltbekannte Beispiele sind Björk und Sigur Rós.

C

Camping: ist die beste Möglichkeit, günstig in Island zu übernachten. Das Jedermannsrecht erlaubt es unter bestimmten Bedingungen (z.B. nicht im Nationalpark) in der Natur wild zu campieren. Wem das spartanische Wildzelten nicht zusagt, findet in den meisten Ortschaften einen Campingplatz. Unseren Eindruck vom Camping auf Island gibts hier.

D

Dettifossist der mächtigste unter den zahllosen Wasserfällen Islands und hat uns persönlich am meisten beeindruckt.

Island Osten Dettifoss 1

Dimmuborgir: nicht die Musikband sondern eine Lavalandschaft beim Myvatn (siehe bei M), die mit bizarren Gesteinsformationen aufwartet.

E

Eyjafjallajökull: Der Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 wurde wegen weitreichenden Auswirkungen auf den Flugverkehr weltbekannt. Eine Hilfestellung, um den Namen korrekt auszusprechen: „Hey i forgot my yogurt“ schnell und nuschelnd aussprechen und es kommt fast hin…

F

Fjördur: Isländisch für Fjord, von denen es eine Menge auf Island gibt, deren Namen man sich nur schlecht merken kann. Um so bleibender ist aber der visuelle Eindruck.

F-Roads: F steht für Fjall – das isländische Wort für Berg. Andere passende Übersetzungen für F wären wohl Fourwheel oder Figgd-dis-Auto. Unsere Erfahrungen dazu im Blogpost.

G

Golden Circle: der touristische Teil von Island. Die Tour umfasst drei Sehenswürdigkeiten:  Þingvellir, Gullfoss und das Geothermalgebiet Haukadalur mit Geysir. Die Touristen werden mit Bussen von Reykjavik hingekarrt und bevölkern ameisengleich die Sehenswürdigkeiten. Mehr dazu hier im Blogpost.

H

Haifisch: Sollte man als Tourist nicht essen, auch wenn es eine angebliche Spezialität der Isländer ist, die man unbedingt probieren muss. Über 95 Prozent des Fleischs wird aber von den Touristen konsumiert (siehe auch Walfleisch bei W). Deshalb: Unterstütze den Haifischfang nicht.

Harðfiskur: windgetrockneter Fisch, die isländische Variante des Beef Jerkys. Gibt es überall im Supermarkt und an Tankstellen (verschieden Marken und Sorten) zu kaufen. Der erste Biss ist gewöhnungsbedürftig und nach einigen Stücken braucht man ein Glas Wasser. Perfekter Proteinlieferant für eine Wanderung.

Hekla: der aktivste Vulkan Islands. Sein Ausbruch wird von Forschern schon länger erwartet. Nachrichtensprecher dürften an ihm mehr Freude haben.

I

Isländer: nicht der Mensch, das Pferd. Das robuste Kleinpferd ist beliebt bei Touristen und in der Fleischindustrie. Die 75 Prozent, die nicht zur Wurst verarbeitet werden, landen in einer Touristengruppe, die durch die Pampa zottelt. Die Gangart Tölt beherrschen nur sie und verhindert das Abwerfen unerfahrener Touristen bei erhöhter Geschwindigkeit.

Titelbild Island 2

J

Jökull: isländisch für Gletscher. Etwa 11% Islands sind von Gletscher bedeckt.

Jökullsarlon – Glacier lagoon – Gletscherlagune: Ein weiteres Touristen-Highlight im Süden der Insel. Man kann Eisschollen dabei beobachten, wie sie vom Gletschersee langsam in den Ozean driften. Wir haben ausserdem Pinguine (Tramping auf der Eisscholle) und Seehunde gesichtet.

K

Kälte: Bei einem Blick auf die Klimatabelle von Island sieht man, weshalb Juni-August die besten Reisemonate sind, aber es beim Camping trotzdem unangenehm werden kann: zum Blogpost.

Kirchen: die isländische Architektur ist oder war mehrheitlich praktisch orientiert. Bei den Kirchen konnten sich die Architekten aber vollends ausleben. Das Resultat: abgefahrene, teils bizarre Kirchen in allen Formen und Farben. Allen voran die Hallgrimskirkja in Reykjavik.

L

Laugavegur: Die 4-Tageswanderung von Landmannalaugar nach Þórsmörk gehört zu den schönsten der Welt. Die Wanderung ist nur während einigen Wochen im Jahr (Ende Juni bis Mitte August) begehbar und auch dann muss man mit unangenehmen wenn nicht gefährlichen Wetterumbrüchen rechnen. Eine seriöse Vorbereitung und Ausrüstung ist Pflicht.

Lava: Lavafelder sind im Süden, Südost und -westen der Insel häufig anzutreffen.

M

Myvatn = Mücken: Beim Myvatn (Deutsch: Mücken-See) im Norden Islands wimmelt es in den Sommermonaten von Mücken. Diese werden vom Kohlendioxid angezogen und fliegen daher gerne in Mund und Nase – nicht sehr angenehm. Es gibt Berichte über Pferde, die in der Region an Mücken erstickt sind.

Island Zentral Myvatn 1

N

Namen: Auf Island spricht man sich beim Vornamen an, man darf sogar den Premierminister duzen. Denn der Nachname sagt nicht viel mehr aus als der Vorname des Vaters und das Geschlecht. Die Tochter von Gunnar heisst Gunnarsdóttir, der Sohn von Gunnar heisst Gunnarsson.

O

Offroader: Nein, ein schlichter 4×4 genügt einem richtigen Isländer nicht. Die Monsterjeeps, die hier unterwegs sind, können ein auf der Strasse stehendes Schaf unberührt überfahren.

P

Puffin: Der ulkige Papageientaucher ist das inoffizielle Nationalsymbol, ähnlich wie der Kiwi in Neuseeland.

Q

Quellen (heisse): In zahlreichen geothermalen Gebieten brodelt die Erde. Die Swimming Pools, die beinahe in jeder Ortschaft zu finden sind, werden von heissen Quellen gespiesen. Das Wasser muss heruntergekühlt werden, damit es als Trink- oder Schwimmwasser verwendet werden kann. Die zwei grössten Geothermalbäder sind die bekannte Blue Lagoon auf der Reykjanes Peninsula und das Myvatn Natural Bath im Norden der Insel.

R

Reykjavik: Die nördlichste Hauptstadt der Welt und grösste Stadt Islands (ca 120’000 Einwohner). In der Metropolregion leben 60% der Isländer.

Ringroad/Road 1: Die Ringstrasse führt, wie der Name schon sagt, ringförmig um die Insel. Sie ist grösstenteils geteert und somit auch mit einem normalen 2WD befahrbar.

S

SeyðisfjörðurDie grösste Stadt im Osten Islands ist Ankunftsort der Fähre von Dänemark und liegt malerisch am Ende eines Fjords. Bekanntheit erlangte die Stadt auch durch ihren prominenten Auftritt im Film “The Secret Life of Walter Mitty”.

Island Osten Seydisfjördur

Schafe: überall.

Schwimmbäder: (siehe Quellen bei Q)

T

Tramping: Entlang der Ringroad (siehe bei R) ist Tramping/Hitchhiking gut möglich. Viele Reisende mit kleinem Budget wählen diese Fortbewegungsmethode.

Tankstellen: Sie bilden oft das Zentrum der Ortschaften und man tut sich gut daran bei jeder Tankstelle zu berechnen, wie weit die Tankfüllung noch reicht und wo die nächste Tankstelle anzutreffen ist. In grösseren Tankstellen kann man sich mit Fast-Food verpflegen, Kaffee trinken und gratis WiFi nutzen.

U

Uhrzeigersinn: oder Gegenuhrzeigersinn. Diese Frage stellt sich allen Reisenden, die eine Umfahrung der Insel in Angriff nehmen wollen. Es gibt keine „empfohlene“ Richtung.

V

Vik: Im Süden der Insel gelegen zieht Vik Touristen vorallem wegen des schwarzen Sandstrandes und der in den Felsen nistenden Puffins (siehe bei P) an.

Vatnajökull: Mit einer Fläche von 8.100 km² grösster Gletscher Islands (8% der Fläche der Insel). Der gleichnamige Nationalpark belegt 14% des Landes.

W

Wasserfälle: Wir haben aufgehört, sie zu zählen. Es gibt grosse, kleine, breite, schmale, tiefe, ein-, zwei- oder kaskadenförmige, etc. zu den bekanntesten gehören: Dettifoss, Gullfoss, Svartifoss, Seljalandsfoss, Skogafoss.

Walfleisch: Ja, in Island werden noch Wale gefangen. Das Essen von Wal- und Haifischfleisch ist aber scheinbar bei Touristen beliebter als Einheimischen. Der bekannteste Spruch der Aktivisten und Whale-Watching-Anbieter lautet: Meet us, don’t eat us! Für Wal-freundliche Restaurants bietet icewhale.is eine gute Auswahl.

Z

Z: Das Z existiert im isländischen Alphabet nicht.

 

Weitere Island Beiträge

Alles über unsere 10-tägige Reise um Island findet ihr in drei Blogposts (Teil 1, Teil 2, Teil 3). Weitere Tipps und Infos zum Reisen in Island gibts unter “günstig Reisen”. Und da uns Island so gut gefallen hat, haben wir uns mit Fotos natürlich nicht zurückgehalten.


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