Einkaufen und Essen auf dem Te Araroa

Wandern, Schlafen, Essen. Die drei Grundpfeiler einer Fernwanderung. In diesem Artikel widmen wir uns dem leiblichen Wohl und zeigen dir, womit und wie wir uns auf dem Te Araroa Trail mit Energie versorgten.

Einige Dinge vorweg:

  • Wir ernährten uns vegetarisch. Abgesehen von wenigen Fällen, wo wir als Gäste nicht Nein sagen wollten („Flexitarier“).
  • Wir achteten sehr auf unser Budget und versuchten, unsere Ausgaben tief zu halten.
  • Wir bemühten uns, Lebensmittel mit hoher Kaloriendichte einzukaufen, um Gewicht zu sparen. Also blieben frisches Gemüse und Früchte auf der Strecke.
  • Wir nahmen Nahrungsergänzungsmittel (Centrum A-Z).
  • Für die Südinsel schickten wir fünf Essenspakete von Wellington aus. Mehr dazu in unserer Routenübersicht.

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Wie viel wir einkauften

Wie du in diesem Artikel vielleicht schon gesehen hast, haben wir für die 114 Tage auf dem Te Araroa NZD 3’134 (CHF 2’118) für Nahrungsmittel ausgegeben. Essen war mit Abstand unser grösster Kostenpunkt.

Nordinsel
(67 Tage)
Südinsel
(47 Tage)
TOTAL
Haferflocken 7,5 kg 9 kg 16,5 kg
Sultaninen 5,1 kg 2,8 kg 7,9 kg
Kokosnuss 1,7 kg 2 kg 3,7 kg
Riegel 206 Stk. 204 Stk. 410 Stk.
Nüsse/Nussmix 10,2 kg 3,7 kg 13,9 kg
Datteln 3,8 kg 0,9 kg 4,7 kg
Wraps 140 Stk. 138 Stk. 278 Stk.
Kräcker 22 Schachteln
à 250-300g
12 Schachteln
à 250-300g
34 Schachteln
Käse 8 kg 6,5 kg 14,5 kg
Erdnussbutter 6 Jars à 375g 7 Jars à 375g 13 Jars
Couscous 4 kg 2 kg 6 kg
Nudeln 46 Pkt. 55 Pkt.. 101 Pkt.
Kartoffelstock (trocken) 0,5 kg 1,6 kg 2,1 kg
Tomatenpaste 1,5 kg 2 kg (dehydriert auf 400g) 3,5 kg
Erbsen 1,3 kg 0,3 kg 1,6 kg
Pesto 0,6 kg 0 0,6 kg
Miso 36 Pkt. 0 36 Pkt.
Schokolade 1,3 kg 1,7 kg 3 kg
Kekse 3,8 kg 2,6 kg 6,4 kg
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Dehydriertes Gemüse

Tagesmenü auf dem Te Araroa

Nach einer Weile beschränkten wir uns auf dieselben Gerichte oder verschiedene Kombinationen derselben Lebensmittel. Zu Beginn versuchten wir zum Beispiel auch noch Linsen, das Kochen dauerte uns jedoch zu lange und zum Einweichen waren wir zugegebenermassen zu faul. Die reduzierte Auswahl erleichterte uns die Planung und den Einkauf. Und auf einer Fernwanderung wie dem Te Araroa gilt mehr denn je:

Hunger ist der beste Koch.

Die Mengen nahmen im Lauf der Wanderung zu. So assen wir zu Beginn des Te Araroas zum Beispiel am Morgen nur zwei Riegel, am Mittag bestrichen wir die Wraps nur mit Erdnussbutter und assen die Kräcker nur mit Käse.

Auf der Südinsel verdrückten wir hingegen drei Riegel zwischen Frühstück und Mittagessen und ergänzten den Erdnussbutter um Konfitüre und mehr Käse.

Unser Menü für die Wandertage sah ziemlich einfach und für Außenstehende vielleicht auch nicht sehr abwechslungsreich aus:

Frühstück

Porridge aus Haferflocken, Sultaninen, Kokosraspeln, Zimt, Leinsamen (oder LSA = gemahlene Leinsamen-, Sonnenblumenkerne-, Mandel-Mix) z.T. Zucker

(über Nacht in alten Erdnussbutterbechern in Wasser eingeweicht, mehr dazu hier)

→ Ein Löffel Konfitüre dazu schmeckt super! 😉

Zwei bis drei Morgen-Snacks

Müsliriegel oder Nussriegel (Nature Valley, Mother Earth, etc.)

Mittagessen

Wraps oder Kräcker

mit Erdnussbutter, Konfitüre und Käse

→ Peanutbutter-Jelly-Time! 😀

Zwei Nachmittags-Snack

Nussmix mit Mandeln, Cashews, Erdnüssen, Sultaninen, Datteln, etc.

oder selbergemachte Nuss/Müsli-Riegel auf der Südinsel

Vor-Abendessen-Snack

Geröstete Honig-Erdnüsse oder Salzbretzel

→ Zur Überbrückung des Energielochs vor dem Abendessen, oder weil häufig die Zeltplatzsuche etwas länger dauerte…

Abendessen

Couscous, 3-min-Nudeln oder Kartoffelstock

mit Käse, Tomatenpaste, Miso-Suppe, Erbsenprotein, getrocknete Erbsen oder dehydrierte Gemüsemischungen (Erbsen, Karotten, Mais), ital. Gewürzmischung, z.T. Olivenöl

Dessert

Schokolade, Kekse, Lakritz oder Sesam-Honig-Kräcker

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Lunchtime! Wraps mit Erdnussbutter und Bananen

Mehr über unsere Kochmethoden und unser Kochsystem findest du im Artikel „Outdoor Kochen – wie, was und womit wir auf einer Wanderung kochen“.

Supermärkte in Neuseeland

Unsere Etappen auf dem Te Araroa planten wir anhand der Supermärkte. Mehr dazu erfährst du in der Routenübersicht.

Diese Einkaufsmöglichkeiten findest du in Neuseeland:

  • Pak’n’save (nur in grossen Ortschaften, günstig)
  • New World (Standard-Supermarkt)
  • Countdown (Standard-Supermarkt)
  • Four Square (kleinerer Supermarkt, teurer, Auswahl für Resupply nicht überall ideal)
  • Fresh Choice (sehr unterschiedlich in Grösse und Preisen)
  • Supervalue (kleinerer Supermarkt, teurer, Auswahl für Resupply nicht überall ideal)
  • Dairy (sehr kleiner Laden, mehr für Snacks zwischendurch als für Resupply)
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Essensorganisation nach dem Einkauf auf dem Te Araroa

Auswärts Essen auf dem Te Araroa

Besuche in Restaurants beschränkten wir während dem Te Araroa aufgrund unseres Budgets trotz grossem Hunger. Wir zählten nur 10 Restaurantbesuche auf der ganzen Wanderung. Ab und zu gab es aber kleinere Treats wie Glace oder eine Portion Pommes. Auf der Nordinsel wurden wir zudem einige Male von Trail Angels zum Abendessen oder Frühstück eingeladen. Dieses Essen schmeckte natürlich am leckersten 🙂

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Ein seltener Treat auf dem Te Araroa

Tipps zum Einkaufen und Essen auf dem Te Araroa

  • Keep it simple!
  • Achte die Kaloriendichte der Lebensmittel, sofern du das zu tragende Gewicht reduzieren möchtest.
  • Essen ist teuer in Neuseeland. Kaufe in günstigen Supermärkten ein und plane deine Sektionen entsprechend.
  • Viel Geschmack erhältst du mit Miso-Suppe oder Bouillon.
  • Besorge dir ein Kochsystem, das dir das Kochen erleichtert. Ich mag z.B. flüssigen Brennstoff überhaupt nicht zum Kochen.
  • Plane genügend Zeit ein, um die Essenspakete für die Südinsel vorzubereiten. Um Versandkosten zu sparen, überlege dir, die Pakete erst von Picton auf der Südinsel zu senden (innerhalb derselben Insel ist günstiger).
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Schweizer Leckereien, Mitbringsel unserer Freunde

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3 Comments

  • Christoph sagt:

    Das klassische Wandermenü 😀 Ich hab mich ziemlich ähnlich ernährt! Wo habt ihr denn den dehydrierten Gemüsemix gefunden? Ich hab leider nur die Erbsen gesehen.
    Und sind die NZD 3’134 pro Person gerechnet? Wäre ansonsten ja extrem günstig! Ich bin zwar öfter im Restaurant gewesen (gerade die drei Tage Unwetter-Pause in Arthur’s Pass waren ein Budgetkiller!), aber mit NZD 4’350 liege ich ja trotzdem weit über euren Ausgaben??

    • Nadine sagt:

      Hallo Christoph
      Den dehydrierten Gemüsemix machten wir selber während den 4 Wochen in Wellington. Wir konnten einen Dehydrator ausleihen und kauften die Gefriergemüse-Mischung mit Erbsen, Karotten und Mais.
      Die NZD 3’134 sind für beide Personen. Wir waren recht sparsam unterwegs 😉
      Liebe Grüsse
      Nadine

  • Christoph sagt:

    Dehydrierer ist natürlich genial! Sowas hatte ich leider nie ausprobiert. Und wie ihr sparsam wart! Das ist ja ca. ein Drittel meiner Ausgaben, WOW! Was so ein paar Restaurantbesuche und die unzähligen OSMs ausmachen 😉

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